Juliane

„Normalerweise beginnt es mit einem Charakter. Sobald er auf seinen Füßen steht und sich in Bewegung setzt, ist ihm Nachzulaufen alles, was du tun kannst. Mit Papier und Stift in der Hand solltest du versuchen, lange genug mit ihm Schritt zu halten, um aufzuschreiben, was er sagt und tut.“

William Faulkner

Das Schreiben und ich

Oft werde ich gefragt, wie ich zum Schreiben gekommen bin. Dabei bin ICH überhaupt nicht zum Schreiben gekommen, das Schreiben kam vielmehr zu mir. Und zwar ziemlich früh. Als ich Buchstaben lernte und erste Wörter schrieb, fiel mir auf, dass sich manche Worte reimten. Diese Worte notierte ich in einem Büchlein, was mir aber bald zu langweilig wurde. So ging es für mich weiter, wie für viele andere, die heute Autorinnen und Autoren sind: Ich schrieb erste Gedichte, später Erzählungen und Kurzgeschichten und schließlich einen Roman, der längst in einer vergessenen Schublade vor sich hin staubt. Dass diesen einen ersten Roman keiner wollte, irritierte mich damals wohl, stoppte mich aber nicht. Irgendwann gefielen meine Worte einem Verlag. Nun sind wir hier.

Prinzipiell glaube ich nicht, dass das Schreiben etwas ist, das man erlernen kann – man kann sich darin üben, an seinen Techniken feilen, einen eigenen unverwechselbaren Stil bekommen, das schon. Davon abgesehen denke ich, dass es ganz einfach ein Teil des Selbst ist.

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